Testberichte
SsangYong Rexton 2018 im Test
Holla, die Waldfee!
Ein Wald- und Wiesenausflug mit dem wohl schönsten SsangYong aller Zeiten.
25.07.2018



Das ist doch einmal eine positive Überraschung im SUV-Segment! SsangYong ist zurück auf dem Markt und bringt mit dem Rexton ein topmodernes, recht cool gestyltes und vor allem – ganz traditionsbewusst – seriös geländetaugliches Fahrzeug auf den Markt.

Dank copilotierender Waldbesitzerin (nein, sie heißt nicht Holla) konnten wir diese Geländetauglichkeit im Wald und auf den zugehörigen Lichtungen ausgiebig testen.

Offroad-Zutaten: Leiterrahmen und Untersetzung

Die Zutaten. In der Tradition klassischer Geländewagen setzt SsangYong unverändert auf einen Leiterrahmen. Im Rexton ist dieser vierlagig und nennt sich deshalb „Quad Frame“. Das ist die Basis für ein gerütteltes Maß an Stabilität im Gelände. Einzelradaufhängungen sind jetzt zwar nicht so das ganz Eierschwammerlgelbe im Gelände, aber schon längst SUV-Standard und dem Fahrkomfort auf befestigten Straßen geschuldet.

Und - im SUV-Segment schon eine ziemliche Seltenheit: Der Rexton verfügt über eine Geländeuntersetzung. Damit lässt es sich im schwereren Gelände karosserie-, antriebs- und speziell kupplungsschonend kriechen. Holla, die Waldfee - da ging schon einiges da hinten im Forst.

Kupplung, wir geben es zu, hatten wir bei unserer Testfahrt keine an Bord. SsangYong hatte uns einen „Dream“ – die zweitbeste von insgesamt vier Ausstattungsvarianten mit einer formidablen 7-Gang-Automatik zur Verfügung gestellt.

Antrieb

Das wird von einem 2,2 Liter großen und 181 PS starken Turbodiesel mit 420 Newtonmetern Drehmoment versorgt. Ein geschmeidiges Aggregat, das sogar flotte Ampelsprints erlaubt und selbst bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn nie überfordert wirkt.

Komfort wird großgeschrieben im Innenraum, auch das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt, neigt speziell bei Querrillen aber ein wenig zum Poltern, trotz Multi-Link-Querlenkern an der Hinterachse. Eine auch schon von Kollegen beschriebene kleine Schwäche des Fahrzeugs, die wohl mit dem ersten Facelift behoben sein wird.

Hat man sich mit der jüngeren Modellgeschichte SsangYongs beschäftigt weiß man, dass der Rexton das mit Abstand schönste Auto ist, dass die Koreaner je gebaut haben. Die elegante Karosserie umhüllt ein stolze 4,85 Meter langes Auto, in das auf Wunsch auch 7 Sitze passen. Bei umgeklappten hinteren Rückbänken bietet es bis 1.800 Liter Ladevolumen.

Noch ein paar Fakten…

Neben dem von uns gefahrenen „Dream“ gibt es noch die Einstiegsmodelle „Start“ und „Road“ sowie das Topmodell „Icon“, das mit 20-Zoll-Felgen, Nappaleder und Viodeokamerasystem mit Panorama-Rundumsicht kaum Wünsche offen lässt.

Nachdem am Ende auch die Waldfee von der ersten Testfahrt durchaus angetan war, zum Schluss noch ein paar Fakten: Den Rexton gibt es als 2WD- oder 4WD-Modell, alternativ zur 7-Gang-Automatik auch mit 6-Gang-Schalter und ausschließlich mit dem beschriebenen 181-PS-Dieselmotor. Die Anhängelast variiert je nach Modell von 2,7 bis 3,5 Tonnen. Die von SsangYong gewährte Garantie: 5 Jahre oder 150.000 Kilometer.

Die Preise beginnen aktuell bei 33.600 Euro, für die Topmodelle Dream und Icon steht schon eine 5 ganz vorne.




Fotos: GELAENDEWAGEN.AT
Text: GELAENDEWAGEN.AT / Michael Kubicek

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