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Sonnenenergie für Anfänger

Wir haben unserem Redaktionsauto eine selbstgebaute Solaranlage verpasst

Die Aufgabe: Mit unseren bei der Baltic Sea Circle Rallye mitgeführten elektr(on)ischen Geräten energieautonom zu sein. Die Lösung: Eine kleine, selbstgebaute Solaranlage. Sie hat sich bewährt.
26.07.2018
Baltic Sea Circle Rallye. 8.000 Kilometer durch großteils geringbevölkertes Land, ohne externe Infrastruktur, Wildcampen. Und wir führten diverse Kameras, einen Laptop und eine Kühlbox für Fest- und Flüssignahrung mit. All diese Geräte wollten mit Strom versorgt werden. Auf die Autobatterie wollten wir uns dabei nicht verlassen. Also musste eine zusätzliche Stromquelle her. Eine Solaranlage!

Die Solar-Panele
Am Dach unseres Autos befestigten wir eine 50-Watt-Solarpanele. Sie ist hauchdünn und flexibel - deshalb konnten wir sie mit Spiegel- und Gafferband einfach aufkleben. Auf den insgesamt 10.000 Kilometern hielt die Verklebung perfekt.

Die Solar-Kabel
Spezielle (MC4-)Solarkabel führten wir vom Dach über die Rückwand in den Innenraum des Autos.

Die Solar-Box
Im Innenraum des Autos ist unsere "Solar-Box" verzurrt. In der Alukiste aus dem Baumarkt montierten wir eine massive Bodenplatte aus Holz, darauf 2 Verzurrösen für die Batterie. Vom "Batterieprofi" haben wir eine zyklenfeste und gasdichte VARTA-Batterie mit 95 Ah erworben und in der Kiste montiert.

Solarbox im Geländewagen

Die Solarpanele wird über einen Laderegler, ebenfalls in der Kiste untergebracht, mit der Batterie verbunden. Der Laderegler bietet schon zwei USB-Anschlüsse zum Laden von Handys, Kameras etc.

Am Solarregler ist als "Verbraucher" ein Spannungswandler angeschlossen, der 12 in 230 Volt "verwandelt". Dieser verfügt neben weiteren USB-Anschlüssen über einen 230-Volt-Schuko-Anschluss. Mit 300 Watt Dauer- und 600 Watt Spitzenleistung.

Die Solarbox haben wir so aufgebaut, das darin zwei Fototaschen inklusive Kameras und eine Notebook-Hülle (inklusive 15-Zoll-Notebook) locker Platz finden, um sie aufzuladen. Handys finden darin ohnehin leicht Platz.

Solarbox im Geländewagen

Über eine Bohrung in der Box werden die Solarkabel und jenes der Kühlbox in das Innere der Box geführt. Außerhalb der Box haben wir an den Solarkabeln noch Trennstecker montiert, um die Box leicht aus dem Auto ausbauen zu können.

Den einigermaßen harten Test bei der Baltic Sea Circle Rallye hat unsere kleine Solaranlage 'mal locker bestanden. Jetzt feilen wir an individuellen Verbesserungen, speziell was den Innenausbau der Box betrifft. Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gern per Mail unter info@gelaendewagen.at entgegen!

Die verwendeten Komponenten
- Flexible, monokristalline Solar-Panele mit 50 Watt
- VARTA Silver Dynamic AGM Batterie, 95 Ah, zyklenfest und gasungsfrei
- Solar-Laderegler mit CE-Kennzeichen
- Spannungswandler 12 Volt auf 230 Volt, 300/600 Watt
- Solar-Verlängerungskabel mit MC4-Steckern
- 60-Liter-Alubox

Die Kosten
- Solar-Panele: 99,-- Euro
- VARTA-Batterie: 99,-- Euro
- Solar-Laderegler: 20,-- Euro
- Spannungswandler: 30,-- Euro
- Solarkabel: 15,-- Euro
- Alubox: 60,-- Euro
- Gesamt: 323,-- Euro

Was zu beachten ist
- Alle Komponenten sollten mit dem CE-Kennzeichen versehen sein. Speziell auf Amazon etc. werden viele Produkte angeboten, die dieses nicht aufweisen. Thema Versicherung im Defektfall!
- Wird die Batterie im Fahrzeuginnenraum verbaut, muss sie ein jedem Fall gasungsfrei sein.
- Unbedingt eine zyklenfeste AGM-Batterie verwenden! Normale Autobatterien sind nicht geeignet.



Fotos und Text: GELAENDEWAGEN.AT

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