Testberichte
Mit dem Compass ins Ziel
Jeeps Kompakter im Test
Der Jeep Compass war unser Begleiter auf dem Weg vom und zum diesjährigen Camp Jeep in Spielberg
03.08.2018






Mit dem neuen Compass steigert Jeep seine Präsenz in höchst erfolgreichen Segment der kompakten SUVs - als Ergänzung zum kantig-knuffigen Renegade in diesem Fall mit einem optisch softeren, kombihafteren SUV.

Wir fuhren das Topmodell „Limited“, angetrieben vom 140 PS starken „2.0 Multijet II“ Dieselmotor in Kombination mit einer Neungang-Automatik.

Die leicht abfallende Dachkante, die ausgestellten Radkästen, das zum „Pearl White“ des Lacks kontrastierende schwarze Dach, der 7-Slot-Grill: Mit dem Compass steht ein optisch höchst modernes SUV vor uns, dabei eindeutig als Jeep zu identifizieren.

Mit einer Länge von knapp 4,4 Metern durchaus als kompakt zu bezeichnen, bietet er Fahrer und Beifahrer sehr gut, den Hinterbänklern ausreichend, dem mitgeführten Gepäck überraschend viel (438 bis 1251 Liter) Platz.

Die Fahrleistungen onroad sind überzeugend. Der Diesel mit seinen 140 PS und 350 Newtonmetern Drehmoment hat mit dem rund 1,6 Tonnen schweren Wagen recht leichtes Spiel, lässt ihn leichtfüßig antreten und recht flott sprinten. Nur im Durchzug bei schon höheren Geschwindigkeiten schwächelt er geringfügig.

Ganz fein ist die 9-Gang-Automatik. Butterweiche, schnelle und dabei fast unmerkliche Schaltvorgänge – was will man mehr.

Die Antriebsalternativen?

Den Compass gibt es auch als 6-Gang-Schalter, mit einem stärkeren 2-Liter-Diesel (170 PS), einem kleinen 1,6er-Diesel mit 120 PS sowie einem 1,4er-Benziner mit 140 oder 170 PS.

Auffällig angenehm – das Fahrwerk
Auffällig angenehm ist die Geräuschdämmung und speziell das auf Komfort ausgelegte, aber dennoch ausreichend straffe Fahrwerk.

An der Vorderachse werkt eine McPherson Federbein-Konstruktion mit einem Federweg von 17 Zentimetern. Die obere Befestigung der Stoßdämpfer ist zweigeteilt und soll dazu beitragen, Geräusche effektiv zu dämpfen.

Hinten werkt eine an einem Hilfsrahmen montierte leichte Federbein-Konstruktion mit zwei Längslenkern. Die Stoßdämpfer sind mit den Schraubenfedern zu „Chapman Struts" kombiniert, die Wankbewegungen einschränken und gleichzeitig lange Federwege – 20 Zentimeter sind es an der Hinterachse – erlauben sollen.

Darüber hinaus kann das „Frequency Selective Damping System“ hochfrequente Fahrwerkseinflüsse von Straßen-Unebenheiten aktiv ausfiltern.

Thema Allradantrieb?
Für den Compass bietet Jeep (optional) zwei Allradsysteme an, „Active Drive“ und „Active Drive Low“, letzteres ist dem Topmodell Trailhawk vorbehalten.

Beide Systeme können 100 Prozent des Drehmoments bei Bedarf an ein einziges Rad leiten und arbeiten mit dem „Selec-Terrain-System“ zusammen, das neben „Auto“ auch die Fahrmodi, „Snow“, „Sand“ sowie „Mud“ beim Trailhawk zusätzlich „Rock“ bietet.

Sie schalten bei Bedarf - ohne Zutun des Lenkers und stufenlos – von Front- auf Allradantrieb um. Mit der „Lock"-Funktion wird der permanenten Allradantrieb fix dazu geschaltet.

In der Praxis bedeutet das komplikationsloses Fahren im leichten bis mittelschweren Gelände, für Gröberes sei der Trailhawk empfohlen, der neben der Untersetzung auch noch eine größere Bodenfreiheit (216 Millimeter) bietet.

Ostereier-Suche
Nettes Detail wie bei jedem neuen Jeep-Modell: Die Designer haben auch im neuen Compass einige „Easter Eggs" versteckt, die von den Besitzern oft erst im Laufe der Zeit entdeckt werden. Kleine Styling-Merkmale, die an die Geschichte der Marke erinnern. Das macht Freude und stärkt die Kundenbindung. Wo diese beim Compass versteckt sind, verraten wir natürlich nicht. Jedenfalls haben wir einige gefunden…

Den Compass gibt es in Österreich ab 26.890 Euro. Der „Limited“ mit seinen 18-Zoll-Felgen, LED-Licht, abgedunkelten Seitenscheiben, Lederausstattung, 2-Zonen-Klima kommt auf 41.390 Euro. Unser Fahrzeug war sogar mit 19-Zöllern und dem Infotainment-Paket inkl. Navi und 8,4-Zoll-Display ausgestattet. Mit dem Dreischichtlackierung plus schwarzem Dach wurden für das Testfahrzeug noch einmal 4.818 Euro fällig.


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Fotos und Text: GELAENDEWAGEN.AT / Michael Kubicek

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