Allrad gestern - History
Skoda Trekka
Der tschechische Kiwi-Landy
Ein echter Exot, der Skoda Trekka: Konzipiert in der ehemaligen CSSR, angelehnt an den britischen Land Rover, gebaut in und für Neuseeland.
06.01.2017
1966 begann auf Neuseeland der Vertrieb des leichten Geländewagens Skoda "Trekka". Ein Auto aus dem ehemaligen Ostblock, genauer gesagt der CSSR. Bis zu seinem Produktionsende 1972 wurden gerade einmal 3.000 Stück des Landy-ähnlichen Autos gebaut. Nach Europa kam er offiziell nie. Trotzdem nennt ihn Skoda heute den Vorgänger seiner aktuellen SUVs.

Glänzen konnte der Trekka im Kiwi-Land dank seiner vielen Modellvarianten. Es gab ihn als dreitürigen Pickup mit zwei bis acht Sitzen, mit Planenverdeck oder festem Kunststoffdach, als "Station Wagon" sowie als oben offene Strandausführung. Ein echter Geländewagen war er dennoch nicht: Allradantrieb gab's nämlich nicht. Die 19 Zentimeter Bodenfreiheit, der kurze Radstand und speziell die optionale Differentialsperre an der Hinterachse erlaubten dem Besitzer dennoch die eine oder andere Wald- oder Strandpartie.

1965 und 1966 waren unter der Federführung von Josef Velebný, dem Leiter der Karosserieentwicklung von Skoda und dem neuseeländischen Designer George Taylor erste Protoypen entstanden. Das Chassis stammte vom damaligen Octavia. Aus Steuergründen wurden dann die fertigen Serienmodelle in zerlegtem Zustand ("CKD – completely knocked down") nach Neuseeland verschifft, dort mit Hilfe von mehreren Dutzend lokaler Betriebe wieder zusammengebaut und schließlich verkauft.

Angetrieben wurden der Skoda Treka von einem 1,2 Liter Benzinmotor mit stolzen 47 PS und einem Drehmomentmaximum von 87 (!) Newtonmetern. Mit einem vollsynchronisierten Vierganggetriebe erreichte er einen Topspeed von 110 km/h.

Heute ist der Trekka weitgehend vergessen - ganz wenige Exemplare haben in Neuseeland überlebt. Ob sie dort einen ähnlichen Kultstatus wie das optische Vorbild Land Rover in England erlangt haben, ist unbekannt. Und recht unwahrscheinlich.

Fotos: Skoda / Youtube
Text: GELAENDEWAGEN.AT

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