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Rough statt Fairway:
Das neueste Defender Sondermodell im Test |
| Wir sind den Land Rover
Defender "Rough" als erste Redaktion Österreichs gefahren ... |
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| 09.05.2011 |
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"Rough" steht im Englischen (unter anderem) für den
"rauen" Teil des Golfplatzes, in den man seinen Ball im
Normalfall nicht schlagen sollte. Während die meisten Autos
ausschließlich für die sauber gepflegten Fairways dieser Welt
gebaut sind, hat Land Rover seine Fahrzeuge seit jeher für die
Roughs abseits davon konzipiert. So ist es nicht verwunderlich,
dass das neueste Sondermodells des Defender auch danach benannt
wurde. |
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(14 Bilder) |
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2007 hat für den Land Rover Defender fast so etwas wie eine
Revolution gebracht. Nach einer kräftigen Überarbeitung
präsentierte sich der Brite erstmals mit einer
armaturenbrettähnlichen Applikation, zumindest halbwegs als
ergonomisch zu bezeichnenden Sitzen, einem schönen neuen Motor
von Ford und einem noch schöneren 6-Gang-Schaltgetriebe.
Nach unserer Jungfernfahrt haben wir ihn damals "den besten
Defender aller Zeiten" genannt.
In logischer Fortführung dieser Diktion dürfen wir das
Sondermodell "Rough", nicht ganz 4 Jahre später, nun den
- Gedankenstrich - schönsten Defender aller Zeiten nennen.
Mit ein wenig Stolz, schließlich durften wir den Wagen als erste
Autoredaktion Österreichs testen - konnten wir einen Rough in "Nara
Bronze" mit langem Radstand übernehmen. In der Ausführung als
NoVA-befreiter LKW ausgeführt, verfügt er über 5 Sitzplätze
sowie einen seitlich verblechten und vom Passagierbereich
abgetrennten Laderaum. Ungewöhnlich, aber ungemein effektvoll
wirken das schwarz lackierte Dach und die ebenso schwarzen "Sawtooth"-Felgen.
Der dunkle Schwellerschutz aus Riffelblech und der
"Defender"-Schriftzug im Western-Look sorgen für weitere kleine,
aber durchaus feine optische Effekte. |
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Während sündhaft schöne, aber ebenso teure Felgen und ein
schwarzes Dach den Rough nicht unbedingt zum rauen
Expeditionsmobil machen, gehören die serienmäßig montierten
Reifen von Goodyear zum Besten, was es aktuell an straßenlegalen
Gummis für's schwere Gelände gibt: Der "MT/R" wirkt aufgrund
seines groben Profils schon in der Größe 235/85R16 groß und
mächtig. Auf Schotter, feuchten Waldwegen und speziell im
Schlamm kann der Reifen seine ganze Leistungsfähigkeit
entfalten. Auf der Straße beweist er überraschend viel Gefühl,
einziges Manko ist das ziemlich hohe Abrollgeräusch, das schon
bei rund 60 km/h im Innenraum lauter als der Motor zu hören ist. |
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Mit dem 122 PS starken Vierzylinder-Dieselmotor ist der Defender
gut und überaus vernünftig motorisiert. In Kooperation mit dem
6-Gang-Schaltgetriebe liefert er eine gute, sauber zur
Charakteristik des Fahrwerkes passende Performance. Seine
Bulligkeit vermag er speziell bei eingelegter
Getriebeuntersetzung auszuspielen - im Gelände ist der Defender
auch deshalb nur sehr schwer zu schlagen. Was viele Käufer
kritisieren oder sich mittels Chip-Tunings abstellen lassen, ist
die elektronisch auf 132 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit.
In unserem Test auf der Langstrecke hat sich aber - wieder
einmal - ein Tempo von 110 bis 120 km/h als optimal gezeigt.
Ambitionen, schneller als 137 zu fahren, sind bei uns eigentlich
keine aufgekommen.
Im Sondermodell Rough wurde auch der Innenraum behübscht: Das
zentrale Element der Armaturentafel ist in Wagenfarbe lackiert,
dazu gefallen schöne, zweifärbige Sitze. Die farblich ebenfalls abgestimmten Fußmatten tragen das Defender-Logo. |
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Komfortabel im herkömmlichen Sinn wird der Defender nie sein,
auch wenn er beim Sondermodell besonders elegant wirken will.
Weder auf den vorderen, noch auf den hinteren Plätzen können die
Insassen besonders bequem sitzen, Kniefreiheit ist Mangelware,
die Elllbogen stoßen beim Manövrieren an die Seitenscheiben.
Dennoch fühlt man sich als Fahrer königlich - die extrem
aufrechte und hohe Sitzposition mögen die Ursachen dafür sein.
Ganz exzellent präsentiert sich - das haben wir schon früheren
Tests festgehalten - das Fahrwerk, das trotz extremer
Geländeeignung auch hervorragend langstreckentauglich ist.
Sowohl im Gelände als auch in der City bewährt sich die
Kantigkeit der Karosserie, dank der man das Auto zentimetergenau
durch Lücken zirkeln kann. Nicht unbedeutendes Manko in beiden
Revieren, dem urbanen wie dem ländlichen, ist der ungeheure
Wendekreis. Reversieren sollte beim Gratis- Experience-Training,
das Land Rover jedem Käufer eines Neuwagens anbietet, zur
Pflichtübung werden. |
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Über die schier unvorstellbare Geländetauglichkeit des Defenders
haben wir in anderen Tests bereits ausgiebig geschwärmt, eine
kleine Aus- und Nachlese dazu finden Sie ganz unten.
Der Defender ist im 63. Jahr seines Bestehens schön wie
nie. Über die wenigen kleinen Schwächen, die in dieser langen
Zeit nie gänzlich ausgemerzt werden konnten, sieht man gern
hinweg. Schließlich ist Land Rover der Devise, mit dem Defender
ein extrem leistungsfähiges Auto zur Verfügung zu stellen, über
all die Jahrzehnte treu geblieben. Der Defender - für die Roughs
dieses Planeten.
Mehr Tests des Land Rover Defender bei uns:
Land Rover
Defender Modelljahr 2007 im Geländetest
Land Rover
Defender: Raue Schale, rauer Kern ...
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fahren ... |
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Motor: 2,4 l Diesel mit Common-Rail-Einspritzung, 4
Zylinder, 122 PS, max. Drehmoment 360Nm bei 2.000 U/min
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe
Länge/Breite/Höhe: 4.639/1.790/1.968mm
Höchstgeschwindigkeit: 132 km/h
Verbrauch: 11,1 Liter Diesel kombiniert
Tankinhalt: 75 l
Geländeleistungen: Permanenter Allradantrieb mit
Geländeuntersetzung, sperrbares Mitteldifferenzial,
Böschungswinkel vorne/hinten 49°/35°, Rampenwinkel 153°,
Steigfähigkeit 45°, Wattiefe 50cm, Bodenfreiheit 31,4 cm
Anhängelasten: 3.500kg/750 kg (gebremst/ungebremst)
Preis: € 42.231,--
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gelaendewagen.at Test Nr. 109
Fotos: gelaendewagen.at |
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