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One night in Scotland
Mit dem neuen Defender durch den kaledonischen Wald |
| Wir sind das 2012er-Modell
des Land Rover mit dem neuen Dieselmotor schon gefahren |
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| 02.11.2011 |
2015 geht eine Ära zu Ende - dann wird Land Rover den
Nachfolger des Defenders auf den Markt bringen. Rund 20.000
Stück der Ikone verkauft Land Rover weltweit pro Jahr noch.
Prinzipiell keine schlechte Zahl - andererseits aber nicht
ausreichend, um noch große Investitionen in Neuerungen
rechtfertigen zu können.
Die Updates beschränken sich daher im Wesentlichen auf das
Notwendigste - für das Modelljahr 2012 musste ein
neuer Motor her - der alte erfüllte die obligatorische
Euro-5-Norm nicht mehr. Zum Einsatz kommt ab sofort ein
2,2 Liter großer Common-Rail-Motor mit Dieselpartikelfilter,
der wie sein Vorgänger 122 PS leistet und ein Drehmoment
von 360 Newtonmetern bringt. |
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(11 Bilder) |
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Die unverminderte Leistungsfähigkeit des Defenders wollte uns
Land Rover bei einer ersten Testfahrt in Schottland
beweisen - eine Nachttour führte uns in die Wälder rund
um den Stammsitz des Duke of Roxburgh südlich von Edinburgh.
Die erste Überraschung nach dem Start des Motors: Die Briten
haben - überaus erfolgreich - jede Menge Arbeit in die
Reduktion des Geräuschniveaus und der Vibrationen gesteckt:
Eine neue Akustikabdeckung am Motor, zusätzliches
Schalldämmmaterial und die verbesserte Karosserieabdichtung
machen das Modelljahr 2012 im Innenraum zum leisesten
Defender aller Zeiten. Eine kleine Sentimentalität sei uns
erlaubt: der neue Motor klingt auch außen völlig anders - das
landy-typische Verbrennungsgeräusch, das erstaunlicherweise
mehrere Motorgenerationen überdauert hat, ist Geschichte. Ein
erster kleiner Schritt in Richtung Abschied? |
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Betreffend der Leistungsfähigkeit des Motors hat Land Rover in
den Ankündigungen nicht übertrieben: das erstaunlich hohe
Drehmoment in Kombination mit der äußerst kurzen
Getriebeuntersetzung ist für schwere Geländeeinsätze
geradezu prädestiniert. Auch onroad, nebenbei gesagt, kann das
Aggregat überzeugen - mit einer unerwartet guten Beschleunigung
und einem recht guten Durchzug. Nicht unbedeutendes Detail am
Rande: Das mit dem Modelljahr 2007 eingeführte und elektronisch
überwachte Speedlimit wurde von 132 auf 145 km/h
angehoben - mehr, als die meisten Defenderfahrer jemals brauchen
werden. |
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Bezüglich der Offroad-Eigenschaften lassen wir die Bilder
sprechen - ein eindrucksvoller Beweis, dass der Neue die große
Land Rover Tradition fortsetzt. Das Ant-Stall-System -
verantwortlich dafür, dass das Fahrzeug bei eingelegter
Untersetzung nicht abstirbt - ist im extremen Gelände, wie wir
es im nächtlichen Schottland unter die Räder nehmen konnten,
eine zusätzliche wertvolle Hilfe. |
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Gary Taylor, "Chief Programme Engineer" für den Defender |
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Zurück in Roxburgh Estate - Gary Taylor, verantwortlich
für die Entwicklung des Defenders, plaudert am Kaminfeuer über
den Neuen. Die Angst vieler Defender-Interessenten, dass der
Dieselpartikelfilter im ausschließlichen Offroad-Betrieb
schnell zusetzen könnte sei unbegründet, antwortet er auf unsere
Frage. Durch die Positionierung des Filters ganz nah beim
Turbolader sei für maximale Temperatur gesorgt - eine
Regenerationsfahrt dauere so nur rund 10 Minuten und
müsse nicht schneller als mit 35 km/h absolviert werden.
Dass sämtliche Komponenten der Abgasnachbehandlung im Motorraum
untergebracht sind, bezeichnet Land Rover als zusätzlichen
Vorteil - so seien sie vor Beschädigungen maximal geschützt. |
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So geht der klassische Land Rover gut gerüstet in sein 64. -
und drittletztes - Produktionsjahr. Die Briten haben Ihre
von der EU verordneten Hausaufgaben gemacht, sich sonst auf
minimale Updates beschränkt. Das ist nicht negativ gemeint -
Gutes darf schließlich so bleiben, wie es ist.
Wie der Nachfolger aussehen wird, wisse man noch nicht,
wird immer wieder betont. Die Studie DC100 sei nur die
Initialzündung für einen längeren Prozess der Ideensammlung
gewesen, es gebe mehrere mögliche Entwicklungsrichtungen,
erzählt uns Taylor. Noch 2012 wird es wohl erste Präzisierungen
geben. |
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gelaendewagen.at Test Nr. 117
Fotos: Land Rover |
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