 |
CR-V:
Hondas SUV-Formel |
| Hondas Dieselversion des
CR-V auf dem Prüfstand... |
|
home
tests |
| 24.03.2011 |
|
Damals, im Jahr 2007, als der neue Honda CR-V auf den Markt kam,
übertrafen sich die Motorjournalisten gegenseitig mit
Lobeshymnen auf den Wagen. Von "der schönsten Seitenlinie im
Segment" war die Rede, von einer "Design-Revolution" im Bereich
der SUVs. Honda wurde als "König der Motorenbauer" bezeichnet. Ein Dieselmodell für einen
Pressetest zu ergattern, war fast
ein Ding der Unmöglichkeit - zu gefragt waren sie bei allen Medienvertretern. |
 |
|
|
|
 |
(11 Bilder) |
 |
Statt mehrere Monate lang zu warten, entschieden wir uns damals
für ein Benzinmodell. Das
Ergebnis des Tests hat uns dennoch
sehr gefallen - Honda war seinem großen Namen im Motorenbau
durchaus gerecht geworden.
Dreieinhalb Jahre später fiel uns ein, dass wir den Test des
Dieselmodells noch nachholen mussten. Honda Austria haben wir es
zu verdanken, dass dies kurzfristig möglich war - eine Woche
lang hat der Wagen unseren Fuhrpark bereichert. |
 |
|
Im Jahr 2011 ist der CR-V optisch unverändert und wirkt noch
immer höchst modern. Der Optik-Trendsetter von 2007 hat es
verstanden, sich seine Frische zu bewahren. Den Standard-Look
eines typischen SUV - markante Nase, hohe Seitenlinie, steil
abfallendes Heck - hat Honda gelungen individualisiert. Die
Frontpartie ist ebenso unverwechselbar wie der elegante Schwung
der Fensterlinie und die hoch, höher, am höchsten gezogenen
Heckleuchten. |
 |
Unkonventionell ist auch der Innenraum gestaltet. Auch wenn die
Sitze mit ihrer Alcantara-/Lederkombi elegant/seriös wirken,
fallen diverse Details auf, die den CR-V anders machen, ihn
deutlich vom - wie's so schön heißt - "Mitbewerb", abheben: Der
Schalthebel zum Beispiel, der de facto in's Armaturenbrett
integriert ist und so eine durchgängige Mittelkonsole
überflüssig macht. Oder der Handbremshebel, der mit seiner
T-Form an den Schubhebel eines Airbus erinnert. In Kombination
mit den wunderbar ablesbaren Instrumenten, der hochwertigen
Materialanmutung und dem auf beiden Reihen üppigen Platzangebot
vermittelt der CR-V insgesamt eine mehr als erfreuliche
Hochwertigkeit.
Auch die Ladekapazität ist recht üppig ausgefallen. Nur bedingt
empfehlenswert ist hingegen die im Testwagen montierte,
horizontale Laderaumteilung: in den unteren Bereich passt so
manches sperriges Zeug nicht hinein, in den oberen Teil dürfen
wegen des schwächlichen Trennbrettes maximal 10 Kilogramm
verfrachtet werden |
 |
|
Zurück zum Eingangsthema. Endlich also der Diesel. 150 PS
leistet er, 350 Newtonmeter hören sich auch gut an. In der
Praxis sind sie das auch. Immerhin knapp 2,2 Tonnen hat das Common-Rail-Aggregat zu schleppen - keine leichte Aufgabe, der
Vierzylinder meistert sie dennoch mit Anstand. Sportler ist er
keiner, der CR-V mit Selbstzünder, für flottes Vorankommen ist
aber in jeder Situation gesorgt, Turbolöcher kennt der Wagen nur vom Hören/Sagen. Durchaus
appetitanregend ist auch das 6-gängige Menü des Schaltgetriebes
- wir haben es verkostet und sind jetzt weder satt noch
"angefressen", sondern, im Gegenteil: durchaus angetan. |
 |
|
Die Räder scheinen die Radkästen fast vollständig auszufüllen,
die Bodenfreiheit beträgt gerade einmal 15,5 Zentimeter. Der
Honda CR-V macht schon optisch deutlich, dass er nicht für's
Offroaden gebaut wurde. Der permanente Allradantrieb ist dennoch
serienmäßig mit an Bord. Als Sicherheitsreserve auf der kurvigen
Landstraße, als Anfahrhilfe auf dem verschneiten Parkplatz. Dort
wie hier versieht er seinen Dienst unauffällig, bei Bedarf aber
blitzschnell und höchst effektiv. "At last" konnten wir also auch die Dieselversion des CR-V unter
unsere
Fittiche nehmen. Der einwöchige Ausflug in die Welt der Honda-Selbstzünder hat sich ausgezahlt, denken wir. |
|
|
Motor: 4-Zylinder-Dieselmotor, Common Rail Einspritzung,
2.199 cm3, 150 PS, 350 Nm
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe
Verbrauch: 6,5 l (Herstellerangabe)
CO2-Emissionen: 171 g/km
Länge/Breite/Höhe: 4.570/1.820/1.675 mm
Leergewicht: 2.160 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst): 2.000 / 438 kg
Allrad/ Gelände:
permanenter Allradantrieb
Serienausstattung (Basismodell, Auszug): 17-Zoll-Alufelgen,
ABS mit EBD, Front- und Seitenairbags, Kopfbags vorne und
hinten, Allrad, Isofix, Zentralverriegelung mit Wegfahrsperre,
VSA ("Vehicle Stability Assist"), TSA ("Trailer Stability Assist")
Ausstattung des Modells
"Elegance Plus" (Auszug): Radio mit CD und MP3, 6 Lautsprecher,
Klimaanlage, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Einparkhilfen vorne und
hinten, 2-Zonen-Klimaautomatik, Lederlenkrad und -schaltknauf,
Lichtsensor, Nebelscheinwerfer, Provacy Glass, Regensensor,
Sitze in Alcantara/Lederkombi, Tempomat
Preis des Basismodells: € 29.890,--
Preis des Modells "Elegance plus": € 35.155,--
|
|
|
|
|
gelaendewagen.at Test Nr. 106
Fotos: gelaendewagen.at |
|
|
 |