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Landmann/Landadel: Der Mini Countryman im Test
BMW lud ins Schloss Hellbrunn bei Salzburg, um das neueste Mitglied der Mini-Familie, den Countryman, zu präsentieren. Wir sind dem Ruf gefolgt.

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20.09.2010

Auf den ersten Blick sofort als Mini zu erkennen, erstaunt der neue Mini Countryman mit seiner beachtlichen Höhe von über 1,50 Meter. Doch der Landmann aus München geriet nicht nur deutlich höher als seine Verwandten, als erstes Modell von Mini überschreitet er auch deutlich die für Kleinwagen magische 4 Meter-Marke und ist somit über 40 Zentimeter länger als der Mini Hatch.

Mini Countryman im Test

Ganz der Zahl 4 verschrieben, bietet der Countryman erstmalig im Mini-Modellprogramm vier Türen, vier bequeme Sitzplätze, einen Vierrad-Antrieb auf Wunsch und stellt auch das vierte Modell von Mini dar.

Trotz so ungewohnter Details blieben jedoch die Mini-typischen Proportionen erhalten. Der neue Countryman ist aus jeder Perspektive sofort als Mini zu erkennen. Klassische Details wie das separate Dach in Kontrastfarbe oder die großzügige Verwendung von Chromakzenten sollen helfen, die „Britishness“ des Fahrzeugs und der Marke zu betonen.

Mini Countryman im Test

Im Innenraum finden sich der zentrale Tacho in Küchenwaagenoptik und die etwas bemüht wirkenden Kippschalter wieder, welche an den Ur-Mini erinnern sollen. Eine Neuheit im Countryman ist die zentrale Center-Rail, die den Innenraum anstatt einer Mittelkonsole mittig trennt und als Halterung für verschiebbare Becher- und Handyhalter dient.

Weniger verspielt geht es unter dem Blech zu. Als Antriebseinheiten für den allradgetriebenen Mini Cooper Countryman All4 stehen zwei Motoren zur Auswahl, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Mini Countryman im Test

Als braver Arbeiter bietet sich der Cooper D Countryman All4 an, dessen 112PS starkes Turbodiesel-Triebwerk mit 1.6 Liter Hubraum ausreichend kräftig und sparsam zu Werke geht, unterstützt vom bei allen Versionen serienmäßigen, knochig zu schaltenden Sechsgang-Getriebe. Temperamentsausbrüche darf man sich allerdings nicht erwarten, der Name „Cooper“ in der Modellbezeichnung verspricht mehr, als der Dieselmotor halten kann.

Für sportliche Naturen hält die Preisliste den Mini Cooper S Countryman All4 bereit, dessen ebenfalls 1.6 Liter großes Benzintriebwerk dank Twin-Scroll-Turbolader, variabler Ventilsteuerung, Benzindirekteinspritzung und Ladeluftkühler sportliche 184 PS mobilisiert und so für beeindruckende Fahrleistungen sorgt. In Kombination mit dem permanenten Allradantrieb All4 gelingen mit dem Cooper S Countryman Fahrmanöver, die bekannten und etablierten Turbo-Sportlern in nichts nachstehen.

Mini Countryman im Test

Das Allradsystem All4 basiert auf einem elektromagnetisch arbeitendem Mitteldifferential. Es verteilt die Kraft stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse, je nach Traktionsverhältnissen. In normalen Fahrsituationen werden bis zu 50 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterräder geleitet, in Extremsituationen können es bis zu 100 Prozent sein. Erstmals wurde die Regelungselektronik des Allradantriebs direkt ins DSC-Steuergerät integriert, damit konnte die Reaktionszeit des Allradantriebs deutlich minimiert werden.

Der Mini Countryman ist ab Mitte September zu durchaus stolzen Preisen bei den Händlern zu haben. Der Cooper D Countryman All4 startet bei 26.990 Euro, als Basispreis für den Cooper S Countryman All4 stehen 29.590 Euro in der Preisliste. Die uns zur Verfügung gestellten Testwagen haben jedoch eindrucksvoll bewiesen, dass es nur in den seltensten Fällen bei diesen Preisen bleiben wird.

gelaendewagen.at Test Nr. 98
Text: Lukas Wieringer, Fotos: BMW Group





 
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