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Pickup-Testival, 3. Teil:
Der Nissan Navara |
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Groß, größer, Navara ... |
| 22.02.2009 |
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Das Video vom
Test!Champions League gegen Landesliga
Schon beim ersten Blick auf unseren Testwagen stand fest: Der
von Nissan zur Verfügung gestellte Navara konnte im Zuge unseres
aktuellen Pickup-"Testivals" nur außer Konkurrenz antreten: Der
schon standardmäßig mehr als ordentlich ausgestattete "LE" war
nämlich noch um diverse Luxus-Features erweitert worden:
Inklusive Automatik, Differenzialsperre, Executive-Paket mit
Navi, kompletter Lederausstattung und Hardtop spielte er - mit
über 48.000 Euro auch preislich - in einer ganz anderen Liga als
die bisher getesteten Pritschenlaster: Landesliga und
Champions League im direkten Vergleich? Da hätten eigentlich nur beide Seiten
verlieren können.
Größer als ein Parkplatz
Nicht nur in puncto Ausstattung ist Nissan mit dem Navara in
Dimensionen vorgedrungen, die japanische Pickups bislang
noch nie erreicht haben: Ein durchschnittlicher österreichischer
Garagenparkplatz ist 4,5 x 2 Meter, exakt also 9 Quadratmeter
groß. Ein durchschnittlicher Nissan Navara hat bei einer Länge
von 5,22 Metern und 1,85 Metern Breite aber eine Grundfläche von
9,65 Quadratmetern... daraus ergeben sich viele Vor- aber auch
diverse Nachteile.
Zum Beispiel, dass man mit dem Wagen verwinkelte
Innenstadtgässchen und enge Tiefgaragen eher meiden sollte. Die
haben wir unserem Leih-Pickup aber ohnehin kaum angetan: Siehe
dazu unser Video als Beweis, dass wir ihm großzügigen Auslauf
gewährt haben - und an einem hübschen, sonnigen Februar-Samstag
die niederösterreichische Schotterwege-Wildnis besucht haben.
Womit sich der Navara schließlich noch vom Mitbewerb abhebt
(und damit hören wir mit den Vergleichen auch wirklich auf): Er
hat - zumindest derzeit noch - den nominell stärksten
Dieselmotor im Angebot.
Der bringt aus seinen zweieinhalb Litern Hubraum 171 PS
und ein beeindruckendes Drehmoment von 403 Newtonmetern
auf die Straße. In Kombination mit dem von uns getesteten
Automatikgetriebe gibt das ein ausgereiftes, in den meisten
Situationen auch souveränes Package. Auch wenn sich die 171 PS
angesichts des unglaublichen Leergewichtes von über 2,1
Tonnen und des etwas die Agilität hemmenden
Automatikgetriebes als mehr anhören, als sie tatsächlich sind.
Das Automatikgetriebe hat sich als der sanften und
ruckelfreien Schaltvorgänge mächtig erwiesen, aber auch eine
kleine Schwäche gezeigt: Es versucht in jeder Situation, den
höchstmöglichen Gang einzulegen. Was ja angesichts aktueller
Verbrauchsdiskussionen prinzipiell auch höchst löblich ist,
speziell im Bereich um die 60/70 km/h aber zu unangenehmen
Effekten führt: Da versucht das Getriebe nämlich permanent, sich
im 5. Gang zur Ruhe zu setzen. Auf den leisesten Gasstoß
reagiert es gereizt und lässt den Motor von 1.000 auf 2.000
Umdrehungen hoch jagen. Lüpft man den rechten Fuß, ist sofort
wieder die Fünfte drin ... Das ständige Auf und Ab der
Motordrehzahl ist lästig, - da wünscht man sich fast, auch
den 5. Gang sperren zu können.
Innenraum
Verblüfft hat uns der Interieur: Der "LE" als die (mit Ausnahme
des "Platinum") bestausgestattete Version des Navara verfügt
über eine fast vollständige Wohnlandschaft. Während das (nicht
gerade günstige) Basismodell "XE" sogar noch ohne
serienmäßige Klimaanlage und Seitenairbags auskommen muss,
bietet es Zweizonenklima, Tempomat, ein Lederlenkrad und vieles
mehr. Auf der Aufpreisliste gibt's zusätzlich jede Menge
Luxusartikel wie die schon erwähnte Lederausstattung, beheizbare
Sitze, ein Navi mit riesigem Bildschirm - in den auch das Bild
der Rückfahrkamera (!) eingespielt wird - und ein MP3-Radio mit
Spracherkennung.
Fahrer- und Beifahrer finden mehr als standesgemäße
Platzverhältnisse vor, einzig die Kopffreiheit und die Länge
der Sitzflächen sind gut, aber nicht optimal. In der zweiten
Reihe können 3 Personen ebenfalls mehr als passabel sitzen.
Die im Innenraum verwendeten Materialien sind exzellent, mit der
Verarbeitung hebt sich Nissan überraschend deutlich vom
Mitbewerb ab. Besonders gut hat uns das nissan-typische,
modern/puristische, dreispeichige Lenkrad gefallen.
Bei einer Gesamtlänge von 5,22 Metern kann auch die
Ladefläche trotz üppig bemessener Doppelkabine durch ihre
Größe glänzen: Bei jeweils rund 1,5 Metern Länge und Breite
lässt sich mehr als nur das Urlaubsgepäck der fünfköpfigen
Familie mit nehmen - da passen auch noch die Mountainbikes mit
hinein. Genial ist hier das in den Laderaumboden und die
Seitenwände integrierte Verzurrsystem. Weniger
gefallen hat uns das (optionale) Hardtop, das nicht nur die
Rundumsicht des wegen seiner Länge ohnehin schon schwierig zu
reversierenden Wagens deutlich einschränkt, sondern durch seine
lässige Schräge am Heck auch noch viel Stauraum wegnimmt.
Generelles Problem bei Pickups mit Hardtop - die Beladung ist
ein schwieriger und schmutziger Job: Bei offener Heckklappe ist
der vorderste Punkt der Ladefläche über 2 Meter vom "Beladenden"
entfernt ...
Fahren
Kommen wir endlich zu den Fahreindrücken: Positiv überrascht
haben uns die Manieren des Fahrwerkes, man vergisst fast, dass
man über einer blattgefederten Hinterachse sitzt. Ihre
Präsenz zeigen die Federn nur bei kurzen Querrillen, die sie
durch kurze, aber überraschend sanfte "Schnapper" an die
Fahrgäste melden. Die Vorderachse entspricht ohnehin aktuellen
SUV-Standards - sprich: Ist tadellos.
Was wir bei der Motorbeschreibung schon angedeutet haben: Wer
sich angesichts des Nissan-Slogans vom "stärksten Pickup auf dem
Markt" ein Rennauto erwartet, wird enttäuscht. Der lange und
schwere Wagen kommt zwar recht flott auf Tempo und ist ein
exzellentes Autobahnfahrzeug, taucht in Kurven aber recht tief
in die Außenfedern und braucht äußerst lange, bis er wieder
gerade steht. Diese Trägheit lässt ihn ziemlich kräftig
untersteuern, dermaßen stoisch bietet er aber bis in den
Grenzbereich hinein auch ein recht hohes Maß an Sicherheit -
keine Selbstverständlichkeit bei Pickups. Ein ESP wäre dennoch
manchmal wünschenswert.
Offroad - da bietet der Nissan Navara grundsätzlich eine
gute Ausstattung: 23 Zentimeter Bodenfreiheit, ein per
Drehschalter am Armaturenbrett zuschaltbarer, starrer
Allradantrieb mit Untersetzung und eine zu 100%
wirkende, aber leider optionale Differenzialsperre an der
Hinterachse. Gegen wüste Geländeeinsätze spricht die schiere
Länge des Autos, der lange Radstand und - wie bei fast jedem
modernen Allradler - die lackierten und ungeschützten
Karosserieüberhänge.
2007 war der Navara Österreichs beliebtester Pickup,
2008 ist er auf den 3. Platz zurück gefallen. Wobei wir uns
wiederholen müssen: Das Fahrzeug spielt in einer eigenen Liga
- wegen seiner Größe, seinen Ausstattungsvarianten und letztlich
auch seinem Preis.
Das Gesamtpackage, das Nissan mit dem Navara anbietet,
ist aber in jedem Fall exzellent. So heißt es
abschließend nicht nur "groß, größer, Navara", sondern
auch, mit nur ganz wenigen Abstrichen, "gut, besser, Navara".
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Das Video vom
Test!
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Das Video vom
Test! |
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| Text, Fotos und Video: gelaendewagen.at |
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Die
Musik zu unserem
Testvideo stammt vom
Album
"Recreation Of The Dub"
der Wiener Formation
"Dub Vexxxation Arkestra"
www.d-v-a.at
Wir haben 2 Exemplare dieser Doppel-CD verlost, die Gewinner
wurden per Mail benachrichtigt!
Rechtsweg ausgeschlossen, keine Barablöse. |
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Motor: Common-Rail Turbodiesel, 2.488 cm3, 4
Zylinder, 171 PS, 403 Nm
Getriebe: Testwagen: 5-Gang-Automtik, optional
6-Gang-Schaltgetriebe
Länge/Breite/Höhe: 5.220/1.850/1.762mm
Leergewicht: 2.110 kg
zul. Anhängelasten: 3.000/750 kg (gebremst/ungebremst)
Nutzlast: 920 kg
Ladefläche (Länge/Breite): 1.511/1.496 mm
Verbrauch: 9,8 l
CO2-Emissionen: 264g/km
Allrad/Gelände: zuschaltbarer Allradantrieb,
Geländeuntersetzung, 100%-Diffsperre a.d. Hinterachse optional
(€ 600,--), Bodenfreiheit 233mm (!), Böschungswinkel 29°/22°
(vorne/hinten), , Rampenwinkel 18°, max. Wattiefe 450mm
Basisausstattung (Auszug):
Fahrer-, Beifahrerairbag, ABS + EBD, elektr. Fensterheber,
Laderaumschutz, Servolenkung, Unterfahrschutz, Verzurrösen,
Wegfahrsperre, Zentralverriegelung
Zusatzausstattung des Modells "LE" (Auszug):
Außenspiegel elektrisch, 2-Zonen-Klimaautomatik,
17"-Leichtmetallräder, Lederlenkrad, Trittbretter,
Verzurrsystem, Seiten- und Kopfairbags, Bordcomputer,
6-fach-CD-Wechsler, Dachträger, Tempomat, Lenkradfernbedienung
für Audio und Tempomat, Regensensor, Fahrlichtautomatik
Zusatzausstattung des Testwagens:
Hinterachsdifferenzialsperre (€ 600,--), Topline-Paket mit
Leder, elektr. erstell- und beheizbaren Sitzen (€ 2.400,--),
Executive-Paket mit Navi, Radio-MP3-CD-Kombi mit Spracherkennung
(€2.520,--), Metalliclack (€ 480,--), Laderaumwanne (€
540,--), Hardtop (2.857,20),
5-Gang AutomatikgetriebeBasispreis (Double Cab XE mit
Schaltgetriebe):
€ 30.048,-- (inkl. MwSt. und NoVA)
Modell "LE" ab € 37.270,--
Preis für das getestete Modell:
€ 48.407,20,-- (inkl. MwSt. und NoVA)
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gelaendewagen.at Test Nr. 70 |
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