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Pickup-Testival, Teil 2:
Der Isuzu D-Max 3,0
Die neue Größe im Pickup-Segment ...
06.02.2009
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Zweiter Teil unseres „Pickup-Testivals“: Mit dem Isuzu D-Max 3,0 stellte sich ein „Noch-Exot“ unserem Test: „Noch“ deshalb, weil er 2008 erst sein zweites volles Verkaufsjahr in Österreich erlebte, aber dennoch bereits beachtliche Erfolge erzielt hat - und bei den Zulassungszahlen auch den einen oder anderen etablierten Mitbewerber hinter sich gelassen hat.

Freude bei der Übernahme des Testfahrzeuges: Isuzu hat nicht geknausert und uns das Modell mit der stärkeren Motorisierung zur Verfügung gestellt: Den 3 Liter Common Rail mit 163 PS, statt des 2,5 Liter mit 136 PS. Nicht, dass der Zwofünfer schlecht wäre. Aber Offoaders Weisheit Nummer 27 lautet ja letztlich: „Hubraum kann durch nichts ersetzt werden“.

Dieser Satz darf auch heutzutage noch gelten, weil er im Fall des D-Max auch aus ökologischer Sicht unbedenklich ist: Der große Motor braucht im Schnitt nämlich vernünftige 8,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer – und damit nur um 0,3 Liter mehr als der „Kleine“.

Und das Aggregat kann durchaus erfreuen: Schon im Kaltlauf läuft es erstaunlich kultiviert, jede Menge Power ist schon direkt über der Leerlaufdrehzahl abrufbar. Im zumeist befahrenen Drehzahlbereich bis 2.500 Umdrehungen läuft es mit tiefem Organ und dokumentiert seine Souveränität auch akustisch. Über dieser Drehzahl setzen recht abrupt Vibrationsgeräusche ein, wie wir sie bisher nur vom Land Rover Defender kannten. Das ist der einzige kleine Minuspunkt für den sonst sehr guten Motor, der ebenso gut zum D-Max passt.

Nicht so glücklich waren wir mit dem Getriebe, speziell seiner Bedienbarkeit: Die Schaltung fühlt sich schwammig an und verfügt über eine wenig präzise Kulisse. Dazu werden die 5 Gänge über einen sehr großen Schalthebel mit entsprechend langen Schaltwegen eingelegt.

Die LKW-Charakteristik der Gangsortierung wird durch überdurchschnittliche Wege des Kupplungspedals noch verstärkt. Mit dieser Konfiguration dokumentiert der Wagen deutlich, kein Sportler sein zu wollen, er beruft sich überraschend selbstbewusst auf seine Truck-Herkunft.

Mehr als nur Wiedergutmachung betreibt der Isuzu D-Max mit seinem exzellenten Fahrwerk, das zwar relativ weich, insgesamt aber so gut abgestimmt ist, dass es sogar die hinteren Blattfederpakete fast vergessen machen kann. Das ist erstaunlich - kaum jemals sind wir einen Pickup mit derart komfortablem Hinterlauf gefahren. Die gute Modellierung des Fahrwerkes erlaubt auch recht hohe Kurvengeschwindigkeiten, so bleibt der D-Max trotz stärkerer Seitenneigung lang recht neutral und beherrschbar. Für Offroad-Abenteuer ist auch ausreichend Reservefederweg für eine vernünftige Verschränkung vorhanden.

Der Innenraum bietet 5 Fahrgästen überraschend viel Platz. Die Sitze sind bequem, die Verstellmöglichkeiten ausgezeichnet. Optisch gibt sich das Isuzu-Interieur unauffällig, die verwendeten Materialien und generell die Qualitätsanmutung haben uns nicht restlos überzeugt: Dunkelgraues Plastik dominiert, dazu gab es einige knarrende Teile und ein Nachrüstradio, dessen Bedienung einem durchschnittlich begabten Mitteleuropäer absolut unmöglich ist. Gegen Ende des Tests lauschten wir nur noch dem Rauschen der Mittelwelle.

Positiv – der Isuzu D-Max verfügt über eine konventionelle Handbremse, nicht über einen auf das Fahrerknie zielenden Krückstockhebel wie andere Pickups.

Ebenso positiv: Der Allradantrieb ist Durchschnittlich-begabter-Mitteleuropäer-kompatibel - er und die Untersetzung werden mittels Druckknopf auf dem Armaturenbrett rein elektrisch zur Teilnahme am Fahrbetrieb animiert. Das kann (bedingt) während der Fahrt erfolgen: Der Allradantrieb lässt in Bewegung manchmal ein paar Sekunden auf sich warten, bis er sich verfügbar zweigt. Den Untersetzungsschalter kann man während der Fahrt zwar drücken, aktiv werden die Kriechgänge logischerweise aber erst bei bzw. nach einem Stillstand des Fahrzeuges.

Wie die meisten seiner Pickup-Kollegen misst auch der Isuzu mehr als 5 Meter. Wegen der Ladefläche zeichnet ihn aber – wie den Mitbewerb – eine sehr gute Rundumsicht aus. So zirkelt man den Longinus auch in Tiefgaragen relativ problemlos in Parklücken. Die Ladefläche ist übrigens trotz der üppig dimensionierten Doppelkabine stolze 1,4 Meter lang, die Nutzlast des D-Max beträgt standesgemäß knapp eine Tonne.

Was uns den D-Max noch sympathisch gemacht hat: Dass Isuzu jedem Kunden ein maßgeschneidertes Fahrzeug anbieten möchte und kann: Für diverse Berufsgruppen aber auch Hobbys bietet das Unternehmen saubere Lösungen in Form von Hardtops mit diversen Staumöglichkeiten, Seilwinden, spezielles Equipment für die Jagd, Quad- und Motorrad“halterungen“ und vieles mehr.

Im Fall unseres Testwagens war die so genannte „D-Box“ installiert, die die Ladefläche zu einem konventionellen, aber gigantisch großen Kofferraum umwandelt: Mittels eines in Wagenfarbe lackierten Deckels, der beim Öffnen dank Gasdrucks praktisch von allein nach oben schwingt. Der Innenraum ist mit strapazfähigem Teppich ausgelegt, der von Klettbändern niedergehalten wird. So bleibt der Lack unangekratzt, kann aber auch der ursprüngliche Zustand recht schnell wiederhergestellt werden.

Ein sehr interessantes Gesamtpackage, das Isuzu mit dem D-Max bietet. Die kleinen, verzeihbaren Schwächen werden von vielen, vielen Goodies bei weitem aufgewogen.


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Isuzu D-Max

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Isuzu D-Max
Text, Fotos und Video: gelaendewagen.at
 

Isuzu D-Max 3.0 Doppelkabine "Custom"


Motor:
3.0 l Common-Rail Dieselmotor mit Direkteinspritzung und Ladeluftkühlung, 4 Zylinder, 163 PS, max. Drehmoment: 360 Nm bei 1.800 bis 2.800 U/min, Euro 4
Getriebe:
5-Gang-Schaltgetriebe
Länge/Breite/Höhe: 5.035/1.800/1.735 mm
Leergewicht:
1.915 kg
zul. Anhängelasten:
3.000/750 kg (gebremst /ungebremst)
Nutzlast:
975 kg
Ladefläche (Länge/Breite): 1.380/ 1.460 mm
Verbrauch: 8,4, l kombiniert
CO2-Emissionen: 222 g / km kombiniert
Allrad/Gelände: Zuschaltbarer Allradantrieb, Getriebeuntersetzung
Basisausstattung ("Basic"): ABS + EBD, SRS-Airbags für Fahrer und Beifahrer, Zentralverriegelung, Drehzahlmesser, getönte Verglasung, Servo, elektr. Fensterheber,
Zusatzausstattung des Modells "Custom":
Zentraverriegelung mit Fernbedienung, Projektionsscheinwerfer, Chromapplikationen, Radhausverbreiterungen, ALuräder, Schaltknauf und Lenkrad in Leder, Lenksäulenverstellung, manuelle Klimaanlage, zus. 12-V-Stromanschluss

Basispreis (Doppelkabiner mit 2,5 l Motor, 136PS): € 24.990,-- (inkl. MwSt.)

Preis für das getestete Modell
(Doppelkabiner mit 3,0 l Motor und Schaltgetriebe: € 29.740,-- (inkl. MwSt.)
 
 

Isuzu - das Unternehmen


Mit 202 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen sicherte sich der Isuzu D-Max im vergangenen Jahr den 5. Platz in der heimischen Pickup-Beliebtheitsliste. Ein Marktanteil von rund 7,5 Prozent ist ein schöner Erfolg für einen Wagen, der durchaus (noch) als Exot bezeichnet werden kann: Bei uns gibt es ihn erst seit 2006. Der D-Max basiert auf dem im asiatischen Raum sehr beliebten Rodeo und wird in Thailand für den Weltmarkt produziert.

Das japanische Unternehmen Isuzu baut seit 1916 Autos. Im Jahr 1971 beteiligte sich General Motors. Seit den 90ern produziert Isuzu nur noch Geländewagen, LKWs und Omnibusse. Über Jahre verkauften die GM-Töchter Holden, Vauxhall und Holden Isuzu-Fahrzeuge unter ihren Namen. 2006 verkaufte General Motors seine Anteile, behielt aber die Motorenwerke u.a. in Polen und Deutschland.

Zur eigenständigen Marke geworden, etablierte man die Isuzu Sales Deutschland GmbH als deutschen Importeur. Isuzu Sales Österreich ist eine Zweigniederlassung davon. Isuzu bietet mit dem D-Max und dem Klein-LKW N-Serie bei uns zur Zeit 2 Fahrzeugmodelle an.
 
 
Pistenpatina steht ihm gut, dem D-Max ...
 
 

gelaendewagen.at Test Nr. 69





 
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