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proVENTURE-Reise nach Rumänien
proVENTURE-Reise nach Rumänien: 14 Tage Erforschung eines neuen Gebietes. Der Bericht eines Teilnehmers ...
19.10.2003
Begonnen hat unser Abenteuer bereits 14 Tage vor der Abfahrt, als wir uns zum ersten Mal trafen, um unsere Tour zu planen. Wir, das waren 9 Personen und 5 Autos, die unterschiedlicher wohl kaum sein können. Vom Monster Unimog, über einen Toyota Hilux bis hin zum Geländefloh Suzuki war da alles vertreten.

Ebenso war es mit den Ansprüchen der Teilnehmer. Auch hier war ein breites Spektrum abzudecken, reichte das Interesse doch von der Teilnahme an einer gemütlichen Tour in einem neuen und unbekannten Gebiet, das Erforschen und Erleben einer fremden Kultur bis hin zum „Na, dann schau'n wir einmal, was mein Fahrzeug und ich im Gelände zu leisten imstande sind.“ – Ja es wurden sogar Stimmen laut, die nach kulturellen Dingen verlangten, wie ein Besuch von Draculas Schloss und Besichtigungen der zugegebenermaßen wirklich imposanten rumänischen Kirchen und Klöster.

Aber wir wollten ja diese Vielfalt, denn die Leute von proVENTURE hatten uns bereits vor der Anmeldung gesagt, dass die Routenplanung und das Abklären unterschiedlicher Ansprüchen eine der Aufgaben waren, die wir zu erfüllen hätten. Es handelt sich hier ja schließlich nicht um kein klassisches „alle folgen dem Führer“ Programm. Vielmehr geht es darum, dass proVENTURE Menschen, die an Individualreisen interessiert sind, mit Support und Know How bei der Organisation und Durchführung einer solchen Reise zur Seite steht.

Kurz und gut, nach einigem Hin und Her, bzw. Für und Wider einigten wir uns auf den Norden Rumäniens, und da auf ein Gebiet innerhalb der Maramures-Kultur, das auch dem Team von proVENTURE unbekannt war. Wir wollte nämlich versuchen, unsere Begleiter aus ihrer Trainerrolle herauszunehmen und in die Gruppe mehr als Teilnehmer zu integrieren. Weiters beschlossen wir auch, dass es keine Hardcore-Offroad-Veranstaltung werden soll, und das es genügend autofreie Zeit geben soll.

Bereits die Anreise erfolgte gemeinsam im Konvoi. Als wir im vorher abgemachten Einsatzgebiet angekommen waren, galt es die nächsten Schritte zu planen: Wohin nun genau. Ein neues Gebiet zu erforschen, gestaltet sich in der Realität oft viel schwieriger als angenommen. Wege, die laut Karte asphaltiert sein müssten, entpuppten sich als schwerste Offroad-Pisten oder enden mitten im Nichts. Und dann wieder gibt es unzählige nichtverzeichnete Wege, die weiter führten. 

Auf diesen Strecken hielten wir uns nach der Hauptrichtung. Es war aber immer recht spannend, wo wir letztendlich landeten. Die Konsequenzen dieser Suche brachte uns ohne großen Aufwand unseren individuellen Zielen näher: Da wir auf Grund der vielen Sackgassen mehr als geplant auf Asphalt fahren mussten, gingen die Besichtigungen von Dörfern und Kirchen quasi nebenher. Zum Anderen waren aber auch viele Erkundungsfahrten notwendig, die zum Teil nur von 1-2 Fahrzeugen durchgeführt wurden. Diese Fahrten nutze die Autofraktion gleich zum „Spielen“. Der Rest der Gruppe konnte es sich in der Zwischenzeit im Lager gemütlich machen, bzw. die Umgebung zu Fuß erkunden oder ein erfrischendes Bad in einem See, sofern wir ihn gefunden haben, genießen. 

Abends wurde dann immer das gemeinsam Erlebte am Lagerfeuer besprochen und analysiert, wobei es vor allem um die Bewältigung der gesetzten Tagesaufgaben und Ziele und der damit verbundenen Gruppendynamik ging. Auch wurde am Abend die Aufgabenteilung und Zielsetzung für den nächsten Tag getroffen: Wohin geht’s weiter, wer führt die Gruppe, wer fährt am Schluss, etc.

Zwei Höhepunkte unserer Reise seien hier noch kurz erwähnt: Zum Einen die Entdeckung eines Klosters mitten im rumänischen Nirgendwo, welches gerade in mühevoller Handarbeit renoviert wurde ... 

.... und zum Anderen unsere wohl eindrucksvollste Begegnung mit rumänischen Hirten. Als wir gerade eine sehr schwierige Passüberquerung geschafft hatten und auf einer Hochalm ankamen, luden uns die dortigen Hirten ein, mit ihnen zu essen. Sie servierten uns den von ihnen produzierten Schaf/Ziegen-Käse mit selbstgebackenen Brot. Wir revanchierten uns mit Kaffee, Zigaretten und Wein und nutzten die Möglichkeit, unsere Vorräte mit diesem köstlichen Produkt zu ergänzen. Auch erhielten wir von Ihnen das OK hier zu übernachten und am Abend, als sie Ihre Arbeit erledigt hatten, setzten sie sich zu uns ans Lagerfeuer und wir unterhielten uns mit ein paar Brocken Englisch, mehr jedoch mit Händen und Füßen über Gott und die Welt bis spät in die Nacht.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass diese Reise für alle von uns ein voller Erfolg war, und wir es trotz aller Unterschiede geschafft haben, uns gemeinsam zufrieden zu stellen und glücklich zu machen.

Die Lust auf Individualreisen ist wohl in jedem von uns erwacht, bzw. stärker geworden und dafür, und auch für die vielen schönen Momente, die wir erlebt haben, möchte ich mich beim Team von proVENTURE, die uns all dies ermöglicht haben, bedanken.

Webtipp: www.proventure.at
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 




 
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